Die Vila war ein italienisches Transportschiff mit 3.365 Tonnen. Es war der 20. Februar 1935. Als der Hafen fast greifbar war, brachte die Brandung eines kalten Wintertages das Schiff und seine vielfältige Ladung auf den Grund gegenüber der Mündung des Flusses Sile, vor dem Leuchtturm von Cavallino.
Es sank 5 Meilen vor der Küste von Cavallino ("Porto di Piave Vecchia").

Das Wrack, fast 100 Meter lang, liegt auf einem sandigen Grund in Fahrposition. Die interessanteste Zone des Wracks für das Tauchen ist der Bug.
Leider hat die fast siebzigjährige Anwesenheit auf dem Meeresboden die strukturelle Integrität beeinträchtigt, obwohl das unglaubliche Durcheinander von Blechen im Bereich des Heck viele Zufluchtsorte für die unzähligen Fischarten geschaffen hat, die das Wrack bewohnen (Aale, Hummer, Meerbarben, kleine Seehechte und Kastanienfische). Oft ist die Sicht aufgrund der Nähe zur Mündung des Flusses Sile nicht die beste, aber gerade deshalb kann das Tauchen unter bestimmten Bedingungen eine interessante Herausforderung für etwas erfahrenere Taucher darstellen, die ihre Fähigkeiten im Unterwassernavigieren verfeinern möchten. Daher ist das Wrack Vila auf jeden Fall ein Tauchgang, den man nicht verpassen sollte, wenn man das Gefühl eines Tauchgangs erleben möchte, der nicht in "Hausschuhen" stattfindet, wie es typisch für besonders kristallklares Wasser ist. Unter den Attraktionen dieses Wracks ist ein geselliger Aal (Conger conger), der die Taucher bei ihrer Ankunft begrüßt, indem er seinen Kopf aus seinem Bau streckt, und die Hummer (Homarus gammarus), die gut zwischen den Strukturen des Wracks versteckt sind, einige sogar von beträchtlicher Größe. Interessant ist das Verhalten einiger Meerbarben (Serranus cabrilla), die den Tauchern entgegenkommen, sich ihnen gegenüberstellen und sie mit neugierigen und fragenden Blicken mustern.