Eine versunkene Landschaft, die darauf wartet, erkundet zu werden
Die venezianischen Tegnùe sind natürliche felsige Aufschlüsse, die aus dem sandigen Meeresboden der Oberen Adria hervortreten und echte Unterwasseroasen schaffen.
Nur wenige Kilometer von der Küste entfernt verändert das Meer sein Gesicht: Der Meeresboden erhebt sich zu Felsstrukturen, kleinen Wänden, Terrassen und Spalten, die Fischen, Krebstieren, Schwämmen, Nacktschnecken und vielen anderen Lebensformen Schutz bieten.
Hier ist Tauchen nicht nur Beobachtung: Es ist eine langsame, aufmerksame Erkundung, voller Details, Farben und Begegnungen, die sich oft erst im Licht der Lampe zeigen.
Karte der Tegnùe
Die Karte zeigt die Lage der wichtigsten venezianischen Tegnùe: San Marco, Serenissima, Lido und Pellestrina.
Die vier Hauptgebiete
Jede Tegnùa besitzt ihre eigene unterseeische Morphologie, mit Erhebungen, Senken und Felsstrukturen, die aus dem sandig-schlammigen Meeresboden hervortreten. Ein Klick auf eine Karte öffnet das vollständige bathymetrische Detail mit Beschreibung und Koordinaten.
Zentraler Bereich der Karte, gekennzeichnet durch nahe beieinanderliegende Erhebungen und sehr dichte Höhenlinien.
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Weite und gegliederte Morphologie mit zahlreichen Aufschlüssen, die über den Meeresboden verteilt sind.
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Gebiet mit unregelmäßigen Erhebungen und Senken, deutlich vom umliegenden Meeresboden unterscheidbar.
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Weite und komplexe Struktur mit konzentrischen Linien und ausgeprägten Erhebungen.
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Tegnùa San Marco
Die Tegnùa San Marco zeigt ein System nahe beieinanderliegender Erhebungen mit dichten Höhenlinien und Veränderungen des Meeresbodens, die eine kompakte und aus morphologischer Sicht sehr interessante Felsumgebung beschreiben.
Tegnùa Pellestrina
Die Tegnùa Pellestrina weist eine weite und gegliederte Morphologie auf, mit mehreren Aufschlüssen und Erhebungen, die über ein ausgedehntes Gebiet des Meeresbodens verteilt sind. Die bathymetrischen Linien zeigen eine komplexe Struktur mit zahlreichen Variationen.
Tegnùa Lido
Die Tegnùa Lido zeigt unregelmäßig verteilte Erhebungen und Senken, mit Felsbereichen, die sich deutlich vom umliegenden Meeresboden abheben. Ihre Struktur verdeutlicht den Kontrast zwischen hartem Substrat und sandig-schlammigem Meeresboden.
Tegnùa Serenissima
Die Tegnùa Serenissima besitzt eine weite und komplexe Struktur mit konzentrischen Höhenlinien und ausgeprägten Erhebungen, die eine sehr gegliederte Unterwasserlandschaft beschreiben. Ihre Morphologie hebt ein Gebiet mit zahlreichen bathymetrischen Variationen hervor.
Flora und krustenbildende Organismen
Die felsigen Oberflächen werden von vielfarbigen Schwämmen, Seescheiden, Hydrozoen und Seeanemonen besiedelt. Zu den auffälligsten Formen gehören Organismen wie Anemonia sulcata und die sogenannten Seemargeriten, die den Fels mit gelben, orangefarbenen und rötlichen Tönen färben.
Empfindliche Lebensräume
Der biologische Reichtum der Tegnùe hängt vom Gleichgewicht zwischen Strömungen, Sedimenten, Licht und dem Vorhandensein besiedelbarer Oberflächen ab. Es sind Lebensräume, die mit Sorgfalt und Respekt beobachtet werden sollten, wobei jeder unnötige Kontakt mit den Felsen und den dort lebenden Organismen vermieden werden muss.
Fisch- und Krebstierfauna
Die Spalten der Tegnùe bieten standorttreuen Arten von großem Interesse Schutz. Es ist der ideale Lebensraum für Meeräschen, Grundeln, Muränen, Drachenköpfe und majestätische Hummer. Außerdem findet man hier Schwärme junger Seehechte, auch als Potassoli bekannt, Wolfsbarsche und, in den wärmeren Monaten, Nacktschnecken, Weichtiere und kleine Organismen, die sich perfekt für die Beobachtung aus der Nähe eignen.
Seepferdchen
Dieses Gebiet und die umliegenden Zonen sind historisch mit dem Vorkommen von Seepferdchen verbunden, insbesondere von Hippocampus guttulatus. Ihre Anwesenheit ist ein wichtiges Zeichen ökologischer Vitalität: Sie finden Schutz zwischen Spalten, Hydrozoen und unterseeischen Strukturen, wo sie sich tarnen und mit ihrem Greifschwanz verankern können.
Geografische und strukturelle Merkmale
Die Felsformationen vor der Küste von Cavallino Treporti und im venezianischen Gebiet besitzen besondere Eigenschaften im Vergleich zu anderen Abschnitten der venezianischen Küste. Sie treten nicht als sichtbare Klippen hervor, sondern entwickeln sich unter der Oberfläche und ruhen auf sandig-schlammigen Meeresböden.
Die Tegnùe befinden sich im Allgemeinen in einer Entfernung von der Küste zwischen etwa 3 und 7 Seemeilen, in Tiefen, die ungefähr zwischen 15 und 22 Metern variieren.
Sandig-schlammiger Meeresboden
Die Felsen erheben sich über einem überwiegend weichen Meeresboden und schaffen einen starken Kontrast zwischen Sand, Schlamm und hartem Substrat. Gerade dieser deutliche Übergang zwischen verschiedenen Oberflächen macht die Tegnùe aus naturkundlicher Sicht so interessant.
Unterwassererhebungen und kleine Raubtiere
Zwischen den Felsen der Tegnùe, wo die Aufschlüsse den sandigen Meeresboden unterbrechen und Spalten, Schutzräume und kleine Hohlräume schaffen, finden Arten, die an benthische Lebensräume gebunden sind, wie der Katzenhai, ihren Platz.
Seine Anwesenheit veranschaulicht gut den ökologischen Wert dieser Meeresböden: Sie sind nicht einfach nur versunkene Felsen, sondern lebendige Lebensräume, die vielen Lebensformen Schutz, Durchzugszonen und Nahrungsbereiche bieten können. Ihn zwischen Schwämmen, krustenbildenden Organismen und felsigen Oberflächen zu beobachten, hilft zu verstehen, wie wichtig die Tegnùe für das biologische Gleichgewicht der Oberen Adria sind.